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Nashorn «Hama» von Frankfurt Richtung Südafrika gestartet

Frankfurt/Main (dpa) - Das Spitzmaulnashorn «Hama» aus dem Frankfurter Zoo soll frisches Blut in südafrikanische Nationalparks bringen. Das drei Jahre alte Weibchen startete in der Nacht zum Mittwoch an Bord einer Lufthansa Cargo-Frachtmaschine Richtung Johannesburg. Erste Station nach der Ankunft am Nachmittag wird der Krüger-Nationalpark sein.

Nach einer Eingewöhnungszeit dort kommt das 800 Kilogramm schwere Tier in den Marakele-Nationalpark. Begleitet wird «Hama», die in einer Holzkiste reist, von Pfleger und Tierarzt. Spitzmaulnashörner wurden jahrzehntelang von Wilderern verfolgt. Begehrt auf dem Schwarzmarkt ist das vordere Nasenhorn der Tiere. Zu Pulver gemahlen wird es als Medizin unter anderem in Asien verkauft. Bis in die 80er hatten nach Angaben des Frankfurter Zoodirektors Christian Schmidt in Südafrika nur gut 20 Spitzmaulnashörner überlebt. Durch Schutzprogramme sei inzwischen die Zahl der Nashörner in südafrikanischen Nationalparks wieder auf 350 gestiegen, berichtete die Zoologische Gesellschaft Frankfurt. Sie koordiniert das Wiederansiedlungsprogramm.

Auch «Hamas» ältere Schwestern «Akura» und «Dzimba» waren in den vergangenen Jahren von Frankfurt nach Südafrika gebracht worden. Während «Dzimba» wenig später starb, zieht «Akura» inzwischen im Marakele-Nationalpark eine Tochter auf. «Akura» sei das erste im Zoo geborene Spitzmaulnashorn, das im Freiland angesiedelt wurde und dort auch Nachwuchs bekam, sagte Zoodirektor Schmidt.

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