Nationale Bildungsstandards
Bulmahn fordert nationale Antwort auf Pisa

Das dramatische Bildungsgefälle zwischen den 16 Bundesländern erfordert nach den Worten von Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) eine «nationale Antwort auf Pisa».

dpa BERLIN. Die Bildungschancen der Kinder dürften in Deutschland nicht länger vom jeweiligen Wohnort der Eltern abhängen, sagte Bulmahn am Dienstag vor Journalisten in Berlin.

Als Konsequenz aus Pisa brauche Deutschland vergleichbare «nationale Bildungsstandards» für alle Schulen, dazu eine unabhängige Überprüfungseinrichtung «mit kritischem Blick von außen» sowie einen Sachverständigenrat ähnlich wie die fünf «Wirtschaftsweisen». Ein regelmäßiger nationaler Bildungsbericht solle dokumentieren, wie weit die Reformen im gesamten Bundesgebiet vorangekommen sind.

Die Bundesregierung wolle mithelfen, damit alle Kinder und Jugendlichen künftig bessere Bildungschancen erhalten, sagte Bulmahn weiter. Pisa habe «zentrale Schwächen des deutschen Bildungssystems» aufgezeigt. Ganztagsschulen böten dabei die beste Möglichkeit, Kinder früher und besser zu fördern, weil mehr Zeit zum Lernen da sei. Der Bund hat den Ländern vier Milliarden Euro zum Aufbau von 10 000 Ganztagsschulen in Deutschland angeboten.

Eindringlich warnte Bulmahn die Länder vor weiteren Kompetenzdebatten über die Zuständigkeit in der Bildungspolitik. «Die Zweitklassigkeit im internationalem Vergleich und das Auseinanderdriften des deutschen Schulsystems lassen sich nur durch eine gemeinsame Anstrengung aller Beteiligten bewältigen.» Die gemeinsamen Reformen müssten dazu führen, dass Deutschland in zehn Jahren zu fünf besten Industrienationen bei der Bildung gehört.

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