Nationalelf zurück aus Portugal
Hinter verschlossenen Türen

Abgeschottet von der Öffentlichkeit trat die deutsche Nationalelf heute Nachmittag die Heimreise nach Frankfurt an. Fans und Medien versuchten vergeblich, Reaktionen der Spieler aufzufangen.

ALMANCIL / FRANKFURT. Durch die Hintertür flüchteten die auf Anweisung des DFB hermetisch von der Öffentlichkeit abgeschirmten Spieler nach ihren armseligen EM- Auftritten durch die Hintertür aus Portugal, während Völler einen live vom Fernsehen übertragenen Abschied wählte. Schwer bewaffnete Sicherheitskräfte verhinderten mit Hunden vor der Abreise aus Almancil den Kontakt von Kahn & Co. mit Medienvertretern. Beim Rückflug in der Sondermaschine wurden Journalisten ungeachtet vorheriger Absprachen kurzerhand ausgesperrt. Auch bei der Landung des Condor-Jets DE 9104 um 16.07 Uhr in Frankfurt funktionierte der Abschirmdienst perfekt.

Die Condor-Sondermaschine landete auf dem Frankfurter Flughafen mit 14 Spielern und dem zurückgetretenen Teamchef Rudi Völler. Die übrigen Spieler waren zum Urlaub in Portugal geblieben. Von der Öffentlichkeit abgeschottet nahmen die Spieler ihre Anschlussflüge wahr. Der Stuttgarter Teil des Teams flog mit der Condor-Maschine nach Stuttgart weiter. Die Spieler von Bayern München stiegen noch auf dem Rollfeld in eine Chartermaschine um. Der Rest der Spieler wurde mit einem VIP-Service, den der Deutsche Fußball- Bund (DFB) für 175 Euro pro Person gebucht hatte, zu einer Lounge transportiert.

An der Maschine begrüßte der Geschäftsführer der Deutschen Fußball-Liga, Wilfried Straub, die zurückgekehrte Abordnung. Völler gab noch einige Autogramme für das Flughafenpersonal. Etwa 50 Medienvertreter und einige Fans versuchten vergeblich, Kontakt zu den Rückkehrern zu bekommen.

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