Nationales Statistikamt legt Konjunkturdaten vor
Wirtschaftswachstum in Frankreich lässt weiter nach

Das Wachstum der französischen Wirtschaft hat sich im zweiten Quartal dieses Jahres im Vergleich zu den ersten drei Monaten weiter verlangsamt. Die Preise stiegen im August unterdessen langsamer.

rtr/afp/vwd PARIS. Nach am Dienstag vom nationalen Statistikamt Insee vorgelegten vorläufigen Berechnungen wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von April bis Juni um 0,3 Prozent. Die Wachstumsrate für das erste Quartal wurde auf 0,4 von 0,5 Prozent revidiert. Die Rate des zweiten Quartals entsprach den Erwartungen von Analysten.

"Die Zahl bestätigt, dass es eine Verlangsamung gibt, aber Frankreich entwickelt sich besser als die wichtigsten Partner in der Euro-Zone", sagte Volkswirt Nicolas Claquin von der CCF in Paris. Der französische Finanzminister Laurent Fabius sagte, im vierten Quartal sei eine Konjunkturbelebung zu erwarten.

Finanzminister Fabius erwartet Besserung

Volkswirten zufolge steht die französische Wirtschaft besser da als die der übrigen elf Mitglieder der Euro-Zone, weil die Regierung mit Staatsausgaben dem Exportrückgang entgegengewirkt habe. Die französische Notenbank erwartet nach Worten ihres Präsidenten Jean-Claude Trichet im dritten Jahresviertel ein etwas stärkeres Wachstum mit einer Rate von 0,4 Prozent. Finanzminister Fabius äußerte sich zuversichtlich, im letzten Quartal sei Besserung zu erwarten. Es gebe keinen Grund zu bezweifeln, dass das Wachstum im kommenden Jahr stärker ausfallen werde als in diesem.

Nach Einschätzung einiger Volkswirte hat die französische Wirtschaft aber das Schlimmste noch nicht hinter sich. Die weltweite Flaute werde auch im kommenden Jahr noch das Wachstum bremsen, sagte Emmanuel Ferry von Exane. "Zurzeit ist keine Trendwende in Sicht." Der Analyst prognostizierte für 2002 nur noch 1,6 Prozent Wachstum nach den für 2001 erwarteten 2,2 (Vorjahr 3,4) Prozent.

Der Preisauftrieb ließ nach Angaben von Insee im August allerdings nach. Die Verbraucherpreise stiegen im Vergleich mit dem Vorjahresmonat noch um 1,9 Prozent. Damit sank die auf ein Jahr berechnete Inflationsrate erstmals seit Monaten wieder unter zwei Prozent. Den EU-Harmonisierten Verbraucherpreisindex wies Insee mit einer Jahresrate von 2,0 Prozent nach 2,2 Prozent im Vormonat aus. Die Daten lagen im Rahmen der Erwartungen.

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