Nationalmannschaft unterliegt 1:3
Niederländer schlagen DFB-Elf mit deren Mitteln

Rudi Völler hat spätestens seit Mittwochabend ein Stürmerproblem. Ausgerechnet der von ihm wenig geliebte Fredi Bobic erzielte das einzige deutsche Tor. In der "Arena auf Schalke" verlor die deutsche gegen die holländische Nationalelf in einem abwechslungsreichen Spiel mit 1:3.

thy GELSENKIRCHEN. Über 60 000 Zuschauer sahen einen glücklichen Sieg der Niederländer. Die vermeintlichen Ballzauberer spielten kontrolliert und überlegt - gewissermaßen deutscher als die Deutschen. Das Freundschaftsspiel wurde seinem Ruf gerecht: Trotz der Rivalität beider Fußballnationen ging es auf dem Rasen und den Rängen friedlich zu.

Teamchef Völler hatte im Sturm den reaktivierten Bobic von Anfang an aufgeboten. Dabei hatte er sich geziert, den Neu-Hannoveraner überhaupt einzuladen. Auch wenn Bobic in seinem Sportlerleben kein Techniker mehr werden wird: Er war einfach der deutsche Spieler mit den meisten Chancen. Damit dürfte die Diskussion um die deutschen Stürmer im allgemeinen und Fredi Bobic im besonderen in den nächsten Monaten für Schlagzeilen in der einschlägigen Sportfachpresse sorgen. Überzeugten konnte neben dem Torschützen vor allem Torsten Frings.

Die Deutschen begannen überraschend druckvoll. In der neunten Minuten hatten Miroslav Klose und Bobic zwei sehr gute Chancen. Die Holländer blieben jedoch cool, spielten abwartend und erzielten lieber mit der ersten richtigen Chance den Führungstreffer: Nach einem Freistoß in der 22. Minute war Patrick Kluivert eine Fußspitze eher als Marko Rehmer am Ball.

Danach nahmen beide Teams eine Auszeit. Doch in der 34. Minute folgte die Szene, die Rudi Völler sowie die Stürmerdarsteller Carsten Jancker und Oliver Neuville das Blut in den Adern gefrieren ließ: Freistoß Schneider, Tiefflug und Kopfball Bobic, Innenpfosten, Tor. Das Schalker Publikum feierte den Schützen ausgiebig - nach dessen Tor und seiner Auswechslung Mitte der zweiten Halbzeit. In dieser legten beide Mannschaften einen Gang zu.

Die Partie wurde schneller, offener und kampfbetonter. Deutschland erspielte sich viele gute Chancen, die Holländer jedoch nutzten ihre wenigen eiskalt. Jerrel Hasselbaink (69. Minute) und zehn Minuten später Ruud van Nistelrooy schlossen Konter mustergültig ab.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%