Nationaltorwart hält Rummel um seine Person nicht mehr aus
Kahn darf vorzeitig gehen

Schien Nationalkepper Oliver Kahn nach anfänglichen Wechselabsichten doch beim FC Bayern München bleiben zu wollen, so einigte er sich nun mit dem Vorstand des Klubs auf eine Lösung, nach der er den Verein auch vor seinem Vertragsende 2006 vorzeitig verlassen kann.

HB BONN/MÜNCHEN. Oliver Kahn hat von seinen Wechselabsichten ins Ausland Abstand genommen, doch bei weiteren Beeinträchtigungen seines Privatlebens könnte der Fußball-Nationaltorwart den FC Bayern München auch vor 2006 jederzeit verlassen. Darauf hat sich der 35-Jährige nach eigener Aussage mit dem Vorstand des deutschen Rekordmeisters geeinigt.

"Ich habe einen Vertrag. Den gedenke ich zu erfüllen, aber es gibt immer gewisse Umstände, und da haben wir uns auf eine Lösung verständigt", sagte der 35-Jährige bei einer Pressekonferenz in Bonn vor dem Ligapokal-Halbfinale am Mittwochabend gegen Bayer Leverkusen.

Kahn hatte schon vor der Europameisterschaft über einen Abschied aus München nachgedacht, sich jedoch nach dem Turnier wegen seiner Karriere im Nationalteam gegen ein von ihm selbst kolportiertes Millionenangebot aus Japan entschieden. Fotos und Presseberichte über seine Beziehung zu seiner Ehefrau und seiner Ex-Geliebten hatten den Kapitän des DFB-Teams zuletzt wieder ins Grübeln gebracht, ob er wegen dieser "Exzesse" (Kahn) um sein Privatleben nicht besser die Zelte in München abbrechen sollte.

"Ich schaue mir das noch ein Weile an. Aber es gibt eine Schmerzgrenze. Ich habe juristisch alles getan. Aber wenn es in diesem Stil weitergeht, ist klar, dass ich irgendwann meine Konsequenzen ziehen werde", sagte Kahn der "Sport-Bild". Am Rande des Testspiels in Chicago gegen Manchester United am Sonntag einigte sich Kahn offenbar mit Bayern-AG-Chef Karl-Heinz Rummenigge über die künftige Richtlinie. "Ich möchte mich voll auf Fußball konzentrieren, wenn dem nicht mehr so ist, kann ich mich mit dem Verein zusammensetzen", sagte Kahn. Manager Uli Hoeneß hatte bereits unmittelbar nach Erscheinen der Fotos seinen Unmut ausgedrückt und Verständnis für Kahn geäußert.

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