Archiv
Nato-Außenminister beraten über Verhältnis zur EU

Die EU will bis zum Jahr 2003 eine eigene Eingreiftruppe aufstellen, die mit rund 60 000 Mann über ein Jahr in Krisengebieten operieren können soll.

Reuters BRÜSSEL. In Brüssel kommen am Donnerstag die Außenminister der NATO zusammen, um über die künftigen militärpolitischen Beziehungen der Allianz zur Europäischen Union (EU) zu beraten. Die EU will bis zum Jahr 2003 eine eigene Eingreiftruppe aufstellen, die mit rund 60 000 Mann über ein Jahr in Krisengebieten operieren können soll. Die Truppe soll aus den Armeen der EU-Staaten und der Beitrittskandidaten zusammengestellt werden. Bei dem Treffen geht es auch um die in diplomatischen Kreisen geäußerte Sorge, dass die EU-Truppe einen Keil zwischen die europäischen NATO-Staaten und die USA treiben könnte. Elf der 15 EU-Staaten sind auch Mitglied der NATO.

Bei den Beratungen am Donnerstag geht es insbesondere darum, dass die neue EU-Truppe im Krisenfall auch unabhängig von der Allianz deren Einrichtungen nutzen kann. In diplomatischen Kreisen wurde vor allem Frankreich vorgeworfen, eine von den USA unabhängige europäische Verteidigungstruktur anzustreben. Frankreich gehört nur der politischen, nicht jedoch der militärischen Struktur der NATO an.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%