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Nato geht in Mazedonien gegen Rebellen vor

dpa SKOPJE. Die Nato-Truppe in Mazedonien ist erstmals gegen einen Übergriff mazedonischer Paramilitärs eingeschritten. An einem Kontrollpunkt auf der Hauptstraße zwischen Tetovo und Skopje sei ein Polizist des Innenministeriums, der zur albanischen Volksgruppe gehört, mit dem Tode bedroht worden, erklärten Nato-Sprecher am Mittwoch in Skopje. Augenzeugen berichteten Journalisten, bewaffnete Mazedonier hätten das Feuer eröffnet.

NATO-Sprecher Mark Laity sagte, ein Einsatz der Nato-Truppe zur Rettung eines Menschenlebens bedürfe keines besonderen Abkommens. Die Nato-Einheiten (TFH) sammeln in Mazedonien Waffen albanischer Rebellen ein. «Nach den normalen Regeln haben sie das Richtige getan, um die Bedrohung eines anderen Menschen zu verhindern», sagte er. Der albanische Beamte sei der einzige Polizist an dem Kontrollpunkt gewesen.

US-Major Barry Johnson sagte, das Nato-Team habe darauf bestanden, dass der Albaner das Gebiet sicher verlassen konnte. Journalisten berichteten über den Zwischenfall, die bewaffneten Mazedonier hätten am Dienstag bei der Ortschaft Zelino das Feuer auf den Wagen des Polizisten eröffnet. Beim Abzug hätten sie einen Bauern in den Arm geschossen. An dem Kontrollpunkt war am Montag ein mazedonischer Fußballspieler erschossen worden, als er nicht anhalten wollte.

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