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NATO hilft Irak bei MilitärausbildungDPA-Datum: 2004-06-28 08:14:28

Istanbul (dpa) - Die NATO will mehr für die Sicherheit in Afghanistan unternehmen und bietet dem Irak Hilfe bei der Ausbildung seiner Armee an.

Istanbul (dpa) - Die NATO will mehr für die Sicherheit in Afghanistan unternehmen und bietet dem Irak Hilfe bei der Ausbildung seiner Armee an.

Entsprechende Beschlüsse sind für das Gipfeltreffen der Allianz geplant, dass am Montag in Istanbul beginnt. Ein militärischer Einsatz des Bündnisses im Irak steht dabei nicht zur Debatte, obwohl US-Präsident George W. Bush auf eine sichtbare Rolle der NATO im Irak drängt.

Kurz vor der Übergabe der Verantwortung an eine irakische Übergangsregierung kommt die NATO mit ihrem Angebot einer Bitte des künftigen Ministerpräsidenten Ijad Allawi nach. Wie die Ausbildung von Soldaten organisiert wird, ist noch offen. Dies könne innerhalb wie auch außerhalb des Landes geschehen, erläuterten NATO-Diplomaten. Die Bundesregierung hat klargestellt, dass keine deutsche Soldaten in den Irak geschickt werden, auch nicht als Ausbilder.

Die Staats- und Regierungschefs der 26 NATO-Länder wollen vor allem mit Blick auf die für Ende September geplanten Wahlen in Afghanistan dei Stabilität des Landes erhöhen. Ziel ist der Aufbau weiterer militärisch-ziviler Teams nach dem Vorbild der deutschen Einheit in Kundus. Nach Angaben von NATO-Offiziellen ist dies für den Norden des Landes, zu dem auch Kundus gehört, gesichert. Für die Ausdehnung der NATO-Teams nach Westafghanistan werden aber noch mehr Soldaten und Ausrüstung benötigt. Zur Absicherung der Wahlen selbst soll außerdem ein leicht verlegbares zusätzliches Bataillion in Kabul stationiert werden.

Für den Gipfel, der am Dienstag endet, bietet die türkische Regierung aus Furcht vor Terroranschlägen Zehntausende Soldaten und Polizisten auf. In Istanbul protestierten am Sonntag mehrere Tausend Menschen gegen den Besuch des US-Präsidenten.

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