Natsuno: I-Mode wird auch in Europa ein Erfolg
NTT DoCoMo will I-Mode „bald“ in Europa einführen

Der größte japanische Mobilfunkanbieter NTT DoCoMo hat zwar noch keinen Starttermin für die geplante Markteinführung des mobilen Internet-Zugangs i-Mode in Europa. I-Mode solle aber "bald" an den Start gehen.

Reuters MÜNCHEN. Er könne noch keinen exakten Termin für den Marktstart von i-Mode in Europa nennen, sagte der geschäftsführende Direktor der Entwicklungsabteilung i-Mode der NTT DoCoMo, Takeshi Natsuno, am Dienstag auf der Technologiemesse Systems in München, Die Markteinführung solle jedoch "bald" erfolgen. I-Mode hat in Japan nach Natsunos Worten derzeit 28,03 Millionen Nutzer, die im Durchschnitt monatliche Mobilfunkumsätze von umgerechnet rund 22 Euro haben. NTT DoCoMo hatte angekündigt, den mobilen Internet-Zugang i-Mode zusammen mit KPN auch in Europa vermarkten zu wollen.

Der im Februar 1999 in Japan gestarte i-Mode-Dienst ermöglicht es Mobilfunknutzern, von überall Internetdienste zu nutzen sowie Bilder oder Töne auf das Handy herunterzuladen. Derzeit liefern nach Angaben des NTT-DoCoMo-Managers 1088 Anbieter Inhalte für i-Mode. Die Mobilfunknutzer könnten zudem eigene Seiten in i-Mode gestalten, die von anderen genutzt werden können. Derzeit zähle man rund 49 000 von Kunden erstellte Internet-Seiten, sagte Natsuno.

Seiner Ansicht nach wird i-Mode auch in Europa ein Erfolg. Bei i-Mode handele es sich nicht um ein spezifisch japanisches Phänomen. Er sei davon überzeugt, dass auch die Mobilfunknutzer in Europa von den einfachen Möglichkeiten von i-Mode zur Internet-Nutzung und großen Handy-Farbbildschirmen angesprochen würden. Ebenso werde die in Europa vor der Markteinführung stehende neue Mobilfunktechnik UMTS erfolgreich sein, sagte Natsuno.

Das Nutzerverhalten der Konsumenten zeige, dass niemand auf dem einmal erreichten technologischen Stand stehen bleiben, sondern technische Neuerungen auch nutzen wolle. Einer der Erfolgsfaktoren von i-Mode sei, dass der Umgang mit den Mobilfunkgeräten für die Nutzer leicht verständlich sei. Zudem sei das Geschäftsmodell von i-Mode auf die Inhalte-Anbieter zugeschnitten, die den Großteil der Kundenerlöse vereinnahmten.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%