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3,2,1 und Schluss

Das war?s dann wohl. Die 321 Studios, bekannter amerikanischer Hersteller von Kopiersoftware für CD und DVD, haben ihren Geschäftsbetrieb eingestellt.

Mehrere US-Gerichte hatten Klagen von Hollywood Studios stattgegeben, nach denen es keine legalen Gründe mehr gibt, Kopierschutzmechanismen zu umgehen. Denn das ist in den USA - und in Deutschland - aus Urheberrechtsgründen verboten.

Sicherungskopien teurer Scheiben oder Privatkopien wollen die US-Richter nicht mehr gelten lassen. Und sich auf weitere Rechtsstreite mit der Medienmacht Hollywoods einzulassen, war für die Softwarefirma nicht zu bezahlen. Die Ulmer Softwarefirma S.A.D. stand vor einem ähnlichen Problem. Privatkopien geschützter CDs sind in Deutschland gesetzlich noch erlaubt, aber nicht mehr machbar, weil die dazu erforderlichen Programme - wie sie S.A.D. vertrieb - verboten sind.

Statt sich aber als Mittelständler in teuren Prozessen mit Hollywood aufzureiben, haben die Ulmer Kaufleute einfach den Spieß umgedreht und eine Musikfirma gegründet. Die ersten Bands habe man schon unter Vertrag, so ein S.A.D.-Sprecher, die erste CD ist schon auf dem Markt. Natürlich ohne Kopierschutz. Wer weiß - wenn es gut läuft, kann man ja wieder Prozesse bezahlen.

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
Handelsblatt / Korrespondent
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