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Alles Gute Opteron

Er ist noch so jung und hat doch schon einiges erreicht. Der Opteron - der 64-bit-Prozessor des US-Halbleiter-Spezialisten AMD - ist ein Jahr alt. Die internationale PR-Agentur Waggener Edstrom hat für den Winzling eine virtuelle Glückwunschkarte kreiert (wagged.com/amd_opteron_anniversary/).

Zu Recht: Der Spross hat in den zurückliegenden zwölf Monaten in der IT-Welt vieles bewegt. Selten zuvor ist es einem Wettbewerber gelungen, den Chipgiganten Intel so herauszufordern wie AMD mit dem Opteron. Die neue Technologie - sie erlaubt es den Rechnern, mehr Aufträge parallel abzuarbeiten als bislang - ist gefragt. Das hat auch Erzrivale Intel neidvoll anerkennen müssen. Er bohrt den eigenen Xeon-Chip auf 64 Bit auf und folgt dem Beispiel des Opteron. Auch wenn der Markt von AMD damit wieder enger werden dürfte - ein Lob ist die Intel-Entscheidung auf alle Fälle.

Schließlich ist es AMD gelungen, an einem der größten Monopole der IT-Welt zu rütteln. Das müsste auch EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti gefallen. Zumal der Opteron noch einem ganz anderen Monopolisten zusetzt: Der neue Chip stößt bei Servern auf große Nachfrage, die mit Linux betrieben werden, der schärfsten Konkurrent von Microsoft-Produkten. Und die Redmonder stehen in Brüssel ja ganz oben auf der Agenda. Ob sich die AMD-Zentrale aber über einen Strauß belgischer Blumen freuen konnte, ist nicht bekannt.

Jens Koenen leitet das Büro Unternehmen & Märkte in Frankfurt.
Jens Koenen
Handelsblatt / Leiter Büro Frankfurt
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