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American Dream

Die Internetbranche ist in Aufregung: T-Online soll laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" über eine Mehrheitsbeteiligung am weltgrößten Onlinedienst AOL nachdenken.

Auch Gespräche soll es durch Vermittlung des Ex-Bertelsmann-Chefs Thomas Middelhoff schon gegeben haben. Kaufpreis: mehr als eine Milliarde Dollar. Wenn dem so ist, wäre das ein echtes Schnäppchen. Denn auch wenn AOL angeschlagen ist: In den Büchern des Mutterkonzerns Time Warner steht AOL auch nach Rekordabschreibungen immer noch mit einem Wert von 6,6 Milliarden Euro. Und die Bewertung von Internet-Firmen ist in in den vergangen Monaten gestiegen, nicht gesunken.

Darüber hinaus stellt sich die Frage nach den Vorteilen einer solchen Quasi-Übernahme. Die Technik? Sowohl AOL als auch T-Online verfügen über eigene technische Plattformen. Die Inhalte? Es steht kaum zu hoffen, dass US-Nutzer scharf auf die deutsche Fußballbundesliga sind oder Deutsche auf die Baseball-Ergebnisse aus Übersee. Die Marktmacht? Vielleicht, aber schon in Deutschland würde es wegen der Marktanteile von T-Online massive wettbewerbsrechtliche Hürden geben.

Sicher, die vier Milliarden Barmittel bei T-Online befeuern die Phantasie von Investmentbankern und Journalisten. Dass dabei selbst die wildesten Gerüchte offenbar auf fruchtbaren Boden fallen, zeigt: Der Druck auf T-Online in Sachen Übernahmen wächst.

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