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Armutszeugnis für Sicherheit bei IBM

Die IT-Industrie redet sich den Mund fusselig, wie sicher und vertrauenswürdig E-Business und elektronische Geschäftsprozesse angeblich sind. Doch jetzt stellt sich heraus, dass große IT-Dienstleister sensible Datenträger offensichtlich nicht einmal gegen simplen Diebstahl schützen.

Ein Fall, der in Kanada seit Wochen für Aufruhr sorgt, ist der Diebstahl einer Festplatte aus den Räumen des IBM-Ablegers und Outsourcing-Dienstleisters ISM.

Im Januar entwendete ein noch unbekannter Dieb offensichtlich ohne große Schwierigkeiten eine Festplatte, auf der Daten von mehr als einer Million Kunden des größten kanadischen Finanzdienstleisters Investors Group gespeichert waren. Der brisante Inhalt: Namen, Adressen, Bankverbindungen, Sozialversicherungsnummern und Pensionsansprüche.

Inzwischen hat die kanadische Polizei die Festplatte sicherstellen können. Welcher Schaden tatsächlich entstanden ist und welche rechtlichen Folgen der Zwischenfall für IBM haben, wird ist noch unklar. Doch eines steht fest: Millioneninvestitionen von Unternehmen in Technologien für verschlüsselte Datenübertragung und hackersichere Computernetzwerke nützen wenig, solange die Datenträger nicht gegen gewöhnlichen Diebstahl geschützt werden.

Übrigens ist der peinliche Vorgang kein Einzelfall. Aus den Büroräumen der US-Krankenversicherung Triwest Healthcare Alliance in Arizona wurden mehrere Computer gestohlen. Auf den Festplatten schlummerten Adressen von 500 000 US-Militärs, inklusive Informationen über deren Gesundheitszustand und Sozialversicherungsnummern.

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