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Ars gratia artis

Das Geld ist knapp bei Deutschlands TV-Sendern. Während private Stationen den Einbruch ihrer Werbeeinnahmen beklagen, spekulieren die öffentlich-rechtlichen Kollegen unverhohlen auf eine Gebührenerhöhung 2005.

Allerdings gibt es dazu Alternativen: Sparen zum Beispiel. Das haben auch die Fernsehanstalten selbst eingesehen und den einen oder anderen externen Berater um Sparvorschläge gebeten. Dabei hört man natürlich gern, dass hier eine Putzfrau oder dort eine Hausmeisterstelle gestrichen werden könnte, doch wenn es ans eigentliche Kerngeschäft geht, schalten die TV-Gewaltigen auf stur. In die künstlerische Kernkompetenz lassen sie sich nun mal nicht reinreden.

Doch gerade hier offenbart der Vergleich zwischen verschiedenen Sendern signifikante Sparmöglichkeiten: Wo der eine Sender gerade mal sechs Tontechniker zu einem Schlagerfestival schickt, sind es beim anderen elf; wo die künstlerische Kernkompetenz dem einen Sender gebietet, ein Tennismatch mit 14 Kameras zu übertragen, rechnet der andere Sender einen Ball und zwei Spieler zusammen und schickt nur drei Kameras an den Center Court.

Konkrete Analysen belegen im Einzelfall Einsparpotenziale von über 50 Prozent. Damit ist erwiesen, dass die künstlerische Kernkompetenz sich trefflich dafür eignet, betriebswirtschaftliche Defizite zu verdecken.

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