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Auf Messers Schneide

Die Welt ist hungrig: Gute Nachrichten aus der IT-Industrie werden dieser Tage gierig verschlungen. Jedes nur halbwegs positive Quartalsergebnis wird momentan als Zeichen gedeutet, dass die tiefe Krise der beiden vergangenen Jahre endlich überwunden ist.

Schön wär?s, doch die Realität sieht anders aus. Denn nicht nur die High-tech-Firmen selbst sind zurückhaltend, einen Aufschwung zu verkünden. Auch Experten fürchten, dass ein kräftiges Wachstum noch bis kommendes Jahr auf sich warten lässt.

Die Ratingagentur Standard & Poor?s warnte gestern, dass es noch völlig offen sei, ob die Firmen die guten Zahlen aus den letzten drei Monaten dauerhaft halten können. Noch immer würden die Kunden große IT-Investitionen aufschieben.

Sicher, die Chipindustrie als wichtiger Frühindikator für einen Aufschwung hat größtenteils ermutigende Quartalsergebnisse vorgelegt. Die Chippreise sind in den letzten Wochen zum Teil kräftig angezogen. Doch noch immer arbeiten viele Hersteller mit Verlusten. Der Markt muss daher kräftig weiter wachsen, damit Chipproduzenten wie Infineon wieder nennenswerte Gewinne erwirtschaften.

Eines ist aber jetzt schon sicher: Nur wenn die US-Wirtschaft anspringt, wird sich die Branche dauerhaft erholen. Ohne eine Belebung auf dem größten Markt der Erde bleibt der ersehnte Boom bereits im Ansatz stecken.

Joachim Hofer
Joachim Hofer
Handelsblatt / Korrespondent München
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