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Auf sehr dünnem Eis

Laue Nächte erwärmen die Republik, doch die Atmosphäre in der Medienbranche ist frostig. Nach drei Katastrophenjahren auf dem Werbemarkt übt man sich schon mal im Bodycheck.

Laue Nächte erwärmen die Republik, doch die Atmosphäre in der Medienbranche ist frostig. Nach drei Katastrophenjahren auf dem Werbemarkt übt man sich schon mal im Bodycheck. Aktueller Fall: Der Sendezeitvermarkter IP wirft eine Broschüre auf den Markt und stützt die Aussage "Fernsehen wirkt besser" mit einer Eigenstudie. Deren Basis: 856 Interviews. Das ist mal eine breite Datenbasis! Die Zeitschriftenverleger kontern mit einer eigenen Broschüre. Darin widerlegt Holger Busch, Verbands-Geschäftsführer der Publikumszeitschriften, die Studie der TV-Vermarkter. Etwa die Aussage, dass TV 63,6 Prozent Anteil an der Mediennutzung hat, die Zeitschriften aber nur 2,6 Prozent. Individuelle Zielgruppen ließen sich durch Printtitel viel besser erreichen, argumentiert er auf Grundlage einer Verbraucheranalyse mit 31 000 Kontakten und diverser Studien.

Auf dünnem Eis also ritt IP die Attacke gegen die Zeitschriften, dabei haben doch beide dasselbe Problem: Kommunikationsverzicht als Folge der Konsumschwäche. 2003 verlor das Fernsehen 3,7 Prozent Werbeumsatz, die Publikumszeitschriften 3,8 Prozent.

Fakt ist: Nichts wird je wieder so sein wie 1999 und 2000, als Werbeumsätze in den Himmel wuchsen. Statt Kampf ist crossmediale Kreativität gefragt, so wie es Print und Internet praktizieren. In diesem Sinne: Werbevermarkter aller Branchen vereinigt euch!

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