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Aus billiger wird teurer

Da hat wohl niemand etwas gegen: Anrufe vom Festnetztelefon zum Handy sollen in Großbritannien billiger werden.

DÜSSELDORF. Zu diesem Zweck sollen Gebühren, die die Mobilfunker den Festnetzgesellschaften in Rechnung stellen, radikal sinken. Das hat der britische High Court Ende vergangener Woche entschieden und damit die Regulierungsbehörde Oftel bestätigt.

Die Mobilfunkgesellschaften in Großbritannien fürchten jetzt um große Teile ihrer Umsätze und werden sich daher wohl gegen die Entscheidung wehren. Bleiben sie dabei erfolglos, wird das Ganze für die Kunden nicht nur positive Folgen haben. Die Anrufe vom Fest- ins Mobilfunknetz werden zwar billiger, aber die Umsatzausfälle, die dadurch entstehen, werden Vodafone & Co. an anderer Stelle wieder hereinzuholen versuchen. Dann werden andere Gebühren erhöht. Oder die neue teure Technik UMTS kommt eben später, weil das Geld für den Netzausbau fehlt. Im schlimmsten Fall bringen die Ausfälle einige Mobilfunker auch in arge Existenznöte.

Zunächst droht das nur den Unternehmen in Großbritannien, aber das Beispiel wird wohl Schule machen. Denn EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti verfolgt diesen Plan für alle EU-Mitgliedsländer. In dem Punkt hat er ein eigenartiges Verständnis von seiner Arbeit. Denn eigentlich kann es nicht im Sinne eines Wettbewerbskommissars sein, den Markt so zu bereinigen, dass am Ende möglicherweise nur wenige Anbieter überleben.

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