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Beratung kostet extra

Stellen Sie sich vor, Sie kaufen ein Auto. Sie bezahlen. Sie bekommen den Schlüssel in die Hand gedrückt und dann sollen sie aber zusehen, dass Sie vom Acker kommen. Wo die Tankklappe ist – das erklärt Ihnen niemand. Stattdessen der Verweis auf die Gebrauchsanweisung. Sie wären sauer. Stimmt’s?

Stellen Sie sich vor, Sie kaufen ein Auto. Sie bezahlen. Sie bekommen den Schlüssel in die Hand gedrückt und dann sollen sie aber zusehen, dass Sie vom Acker kommen. Wo die Tankklappe ist - das erklärt Ihnen niemand. Stattdessen der Verweis auf die Gebrauchsanweisung. Sie wären sauer. Stimmt?s?

Beim Kauf eines Handys, dessen Bedienungsanleitung in der Regel dicker ist als die Ihres Autos, ergeht es Ihnen so. Jedenfalls wenn Sie es bei der Swiss Telekom kaufen. In den Läden der Schweizer müssen Kunden, die sich ein Mobiltelefon leisten, zwei Franken pro Beratungsminute bezahlen, wenn sie erfahren wollen, wie das Ding funktioniert. Natürlich werde die SIM- Karte noch kostenlos eingelegt und auch die Sache mit der Pin-Nummer erklärt, versichert ein Sprecher. Wenn es allerdings um Speicherplätze oder Laptop-Verbindungen geht, dann wird die Beratungsgebühr fällig.

Die Idee hat Zukunft: Da Handys immer komplizierter werden, verdient die Swisscom immer besser. Kein Wunder, dass sie immer wieder genannt wird, wenn es ums Kaufen anderer Telekoms geht. Kommt es demnächst mal zum Abschluss, rate ich den Verkäufern es nicht zu übertreiben. Klar darf die Swisscom den Laden haben. Ob er funktioniert würde ich ihr aber nicht verraten.

Oliver Stock
Oliver Stock
Handelsblatt / Stellvertretender Chefredakteur
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