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Wiederholungen gehören zum ZDF wie die Mainzelmännchen. Doch nicht nur das Programm, sondern auch die Intendanz setzt zunehmend auf Wiederholungen.

Wiederholungen gehören zum ZDF wie die Mainzelmännchen. Doch nicht nur das Programm, sondern auch die Intendanz setzt zunehmend auf Wiederholungen. So rechnet ZDF-Chef Markus Schächter nach eigenen Worten mit einer nahezu planmäßigen Erhöhung der Rundfunkgebühren zum 1. Januar 2005. Die Gebühren stiegen um einen Betrag, der in der Nähe des Vorschlages der Gebührenkommission (KEF) von 1,09 Euro liegen werde, sagte der Anstaltschef gestern auf einem Medienkongress in Leipzig. Verwundert reibt sich der Gebührenzahler die Augen und fragt sich besorgt: Sind die Öffentlich-Rechtlichen eigentlich von allen guten Geistern verlassen? Können Bayern, NRW und Sachsen - die hartnäckigen Gegner einer Gebührenerhöhung auf monatlich 17,24 Euro - diese Sturheit und Arroganz tatenlos hinnehmen?

Wenn sich die Länderchef Mitte Juni treffen, um einen Ausweg aus der fast einjährigen Diskussion um die Finanzierung des teuersten öffentlich-rechtlichen Rundfundsystems der Welt zu finden, müssen endlich Nägel mit Köpfen gemacht werden. Es ist ein offenes Geheimnis, dass es im nächsten Jahr zu einer Gebührenerhöhung kommen wird. Doch eine Anhebung von mehr als einem Euro pro Monat wäre eine Skandal. Es ist Zeit, dass die Ministerpräsidenten bei ARD und ZDF auf den Umschaltknopf drücken: Denn das künftige Programm heißt Sparen statt stete Wiederholung.

Hans-Peter Siebenhaar ist Handelsblatt-Korrespondent in Wien und ist Autor der Kolumne „Medienkommissar“.
Hans-Peter Siebenhaar
Handelsblatt / Korrespondent für Österreich und Südosteuropa
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