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Breitband-Killer

Schon mehr als fünf Millionen deutsche Haushalte nutzen heute ihre Telefonleitung, um mittels DSL-Technik im Internet zu surfen. Doch international belegt Deutschland damit keinen Spitzenplatz.

Und wir könnten im Wettbewerb um eine gute Position in der Informationsgesellschaft des 21. Jahrhunderts bald noch weiter zurückfallen. Grund dafür ist, dass die Deutsche Telekom gerade versucht, die DSL-Nutzung stark zu verteuern. Sie will den Preis mehr als verdoppeln, den Internet-Service-Provider (ISP) wie Freenet, AOL, aber auch die eigene Tochter T-Online für die so genannte "Zuführung zu ISP" (ZISP) zahlen müssen, also für den Transport der Daten von einem DSL-Anschluss zum Beispiel ins Internet.

Wenn die Regulierungsbehörde der Telekom die beantragte Erhöhung des nutzungsabhängigen Teils des ZISP- Preises genehmigt, dann werden die Internet-Anbieter ebenfalls ihre volumenabhängigen Preise erhöhen müssen. Das würde zwar die Gewinne der Telekom - Festnetzsparte in die Höhe treiben, aber die Verbreitung von DSL-Anschlüssen bremsen. Bereits die heute gültigen ZISP- Preise der Telekom sind höher als in vielen anderen EU-Ländern. Die Regulierungsbehörde sollte deshalb die ZISP-Preise nicht erhöhen, sondern senken und so dazu beitragen, dass sich der hiesige Markt für Breitband- Produkte erfolgreicher als bisher entwickelt.

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