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Brüsseler Spitzen

Soll nach der Rasenmähermethode gekürzt werden oder doch mit dem Skalpell? Bringt volkswirtschaftlich gesehen der große Rundumschlag mehr als gezielte Schnitte? Die Debatte über den Subventionsabbau erhitzt die Gemüter. Dabei gibt es Subventionen, deren Abschaffung unzweifelhaften Segen brächte.

Soll nach der Rasenmähermethode gekürzt werden oder doch mit dem Skalpell? Bringt volkswirtschaftlich gesehen der große Rundumschlag mehr als gezielte Schnitte? Die Debatte über den Subventionsabbau erhitzt die Gemüter. Dabei gibt es Subventionen, deren Abschaffung unzweifelhaften Segen brächte. Beispiel Tabakprämie: 80 Prozent der 40 Millionen Euro, die deutsche Tabakpflanzer erwirtschaften, zahlt die EU.

Das Nachtschattengewächs gedeiht hier zu Lande also nur dank intensiven Einsatzes der EU-Subventionsspritze. Würde man den Suchtmittelanbau nicht mehr mit Brüsseler Wachstumshormonen päppeln, brächte das - neben der Ersparnis - für die Politik einen Zugewinn an Glaubwürdigkeit: Staatlich geförderte Nichtraucherkampagnen wären dann mehr als nur opportunistische Rauchzeichen. Und bezogen auf die Erhöhung der Tabaksteuer wäre damit gewährleistet, dass nicht ein Teil des Geldes in die Subvention des Tabakanbaues fließt.

Warnhinweise im Traueranzeigen-Format, wie sie jetzt auf jeder Zigaretten-Packung prangen, lassen sich andernfalls auch unter Gesetzesentwürfen denken: "Blauer Dunst gefährdet Ihre Glaubwürdigkeit."

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