Navigator
Chance Offshore

Die Verlagerung von Jobs in Billiglohnländer ist längst keine leere Drohung der IT-Konzerne mehr, um widerspenstige Arbeitnehmervertreter weich zu klopfen. Doch die Akzeptanz der Kunden für die Dienste aus der Fremde hat Grenzen.

Die Verlagerung von Jobs in Billiglohnländer ist längst keine leere Drohung der IT-Konzerne mehr, um widerspenstige Arbeitnehmervertreter weich zu klopfen. Allein aus Europa werden nach Schätzungen des Marktforschers Forrester in den nächsten zehn Jahren 1,2 Millionen IT-Jobs in Billiglohnländer verlagert. Dabei geht es nicht mehr länger um die Produktion von Hard- und Software, sondern zunehmend um den Service. Auch anspruchsvolle Firmenkunden werden sich daran gewöhnen müssen, dass der Servicespezialist seine Dienste künftig oft per Datenleitung und Telefon vom anderen Ende der Welt verrichtet.

Doch die Akzeptanz der Kunden hat Grenzen. Der IT-Dienstleister Fiducia hat mehr als 600 deutsche Unternehmenskunden befragt: Jeder Zweite besteht demnach auf IT-Service-Lieferanten aus dem Inland. Mehr als ein Drittel gab an, dass sie gar den IT-Dienstleister wechseln würden, falls der Service vollständig ins Ausland verlagert würde. Ganz oben auf der Liste der Befürchtungen stehen Sprachprobleme und die Angst vor höheren Ausfallzeiten. Sollten die Kunden für den Service "Made in Germany" bereit sein, etwas höhere Preise zu bezahlen, könnte das für mittelständische Systemhäuser die rettende Chance sein. Denn die globalen IT-Konzerne werden von fernen Billiglohnländern kaum die Finger lassen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%