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Das Arbeitsamt am Kneipentisch

Kommt der Prophet nicht zum Berg, so muss sich dieser eben zum Propheten bemühen. Bei den britischen Arbeitsämtern nimmt man diese Weisheit wörtlich und bringt Stellenangebote dorthin, wo man offensichtlich Großbritanniens Jobsuchende vermutet: in die Kneipe.

Auf der Isle of Wedmore stellte das Arbeitsamt gestern den ersten Computer mit Touchscreen in einem Pub auf. So soll der lästige Gang zur Arbeitsvermittlung entfallen und die Jobsuche zum Freizeitsport bei einem Glas Bier mit Freunden werden.

Die so genannten Jobpoints wurden im Zuge der Modernisierung der britischen Stellenvermittlung zusammen mit dem IT-Dienstleister EDS entwickelt und im vergangen Jahr zunächst in britischen Arbeitsämtern aufgestellt. Doch seit einiger Zeit geht die Behörde mit den Online-Stellenterminals in die Fläche. So stehen die Jobterminals mittlerweile in Supermärkten und selbst in einer Haftanstalt.

Für den US-Konzern EDS ist das Modell der öffentlichen Jobterminals mehr als nur eine Möglichkeit, den Arbeitslosen den Weg zum Arbeitsamt zu verkürzen. Computerterminals mit Touchscreens sind für den IT-Dienstleister ein Modell dafür, wie Behörden oder Kommunen in der Zukunft Dienstleistungen über Computernetze bürgernah anbieten könnten.

Am anderen Ende der Welt ist man in diesem Punkt schon weiter als in Europa. So betreibt Australien bereits seit zwei Jahren ein großes Netz so genannter Kioskterminals zur Jobsuche, und in Hongkong können Bürger gewöhnliche Behördengänge seit vergangenem Jahr an öffentlich zugänglichen Computerterminals erledigen.

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