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Datenklau bei AOL

Es ist ein Schlag ins Kontor des weltgrößten Onlinedienstes: Einer der eigenen Mitarbeiter hat die Nutzernamen, E-Mailadressen und Telefonnummern von 92 Millionen AOL-Kunden an einen Versender von Spam-Mails verkauft.

Sowohl dem Beschuldigten als auch dem Spam-Profi drohen nun bis zu fünf Jahre Haft. Immerhin hat AOL den Fall selbst aufgedeckt.

Trotzdem ist es kaum begreiflich, dass durch den Diebstahl eines Passwortes ein Unbefugter Kundendaten in solchem Umfang kopieren kann. Schlimm genug, dass AOL durch Schlamperei seine Kunden der Belästigung durch Spam ausgeliefert hat. Schwerer wiegt jedoch der Vertrauensverlust in den Umgang mit Daten bei Unternehmen und Behörden. Offensichtlich haben viele Datensammler immer noch nicht begriffen, dass beim laxen Umgang mit Daten der Spaß inzwischen zu Ende ist.

Die Regierung forciert elektronische Steuererklärungen, digitale Gesundheitskarten für den Arztbesuch sowie den elektronischen Zugriff auf Daten der Sozialversicherung. Man kann nur hoffen, dass dort "Datenschutz" im wahrsten Sinne des Wortes groß geschrieben wird.

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