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Der erste Schuss ist frei

Kürzlich hat der Direktor des Brasilianischen Nationalinstituts für Informationstechnologie (ITI) Sérgio Amadeu Softwareunternehmen mit Drogenbaronen verglichen, weil sie - beispielsweise an Schulen - Programme manchmal kostenlos abgeben und erst bei den Updates Kasse machen.

Dass Amadeu sich dafür eine Klage von Microsoft eingehandelt hat, zeigt die Sensibilität des Quasi-Monopolisten. Die zunehmende Konkurrenz freier Software bedroht seine Marktstellung.

Microsoft kann nur versuchen, den Erosionsprozess zu bremsen. Dabei helfen dem Konzern mehrere Faktoren. Zum Beispiel Softwarepatente: Da freie Software-Projekte nicht das Geld haben, hunderte Ideen patentieren zu lassen, hofft Microsoft, schon damit viele unliebsame Wettbewerber aus dem Markt drücken zu können. Oder proprietäre Datenformate, bei denen die Anwender stets neue Software kaufen müssen um auf aktuelle Dokumente zugreifen zu können. Dass Microsoft freien Anbietern die Nutzung des neuen Microsoft-Standards im Internet ausdrücklich per Lizenzbedingungen verbietet, erinnert wieder an das Drogenkartell: So, als ob dieses weltweit Entzugsprogramme verbieten lassen wollte.

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