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Der Preis der Gier

Ebay macht süchtig. Auch Verkäufer können dem Reiz des virtuellen Handelsplatzes nicht widerstehen - das zeigt das Beispiel eines 17-jährigen Briten aus Wales.

Er hat bei Ebay 13 Monate lang Handys, Digitalkameras und andere elektronische Spielereien zu Spottpreisen feil geboten. Für 200 bis 2 500 Pfund gingen sie an mehr als 100 Kunden. Das Problem: Der Teenager hatte kein einziges der Geräte. Um trotzdem das Geld zu bekommen, kontaktierte er die Käufer direkt und ließ es sich überweisen; insgesamt kassierte er rund 45 000 Pfund - umgerechnet 65 000 Euro. Genug für die neuesten Computer, Designerklamotten, Trips mit seinen Freunden in Stretch-Limousinen, einen Ausflug nach New York ins Fünf- Sterne-Hotel.

Der Fall ist nicht der einzige Betrug über Ebay. Das Internet-Auktionshaus, bei dem rund 25 Millionen Dinge zum Verkauf stehen, betont aber, dass lediglich 0,01 Prozent der Transaktionen betrügerisch sind.

Zu seiner Verteidigung sagt der Brite, er sei süchtig danach geworden, so leicht so viel Geld zu machen. 21 Betrugsfälle hat er zugegeben, 64 weitere werden untersucht. Selbst als die Polizei ihn schon geschnappt hatte und er auf Kaution frei war, machte er weiter.

Erstaunlich ist vor allem, wie leicht sich die Käufer übers Ohr hauen ließen. Wer auf die Händlerbewertungen achtet und mit Kreditkarte oder über das Ebay - eigene Zahlungssystem Paypal zahlt, an dem dürften sich Betrüger eigentlich die Zähne ausbeißen. Aber die Gier nach Schnäppchen macht offenbar unvorsichtig.

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