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Die Boten des Aufschwungs

Zugegeben, die ersten positiven Signale gab es bereits im vergangenen Herbst. Nach zwei Jahren Abstinenz verschickten die Münchener IT-Firmen erstmals wieder eine größere Zahl Einladungen zum Oktoberfest.

In der Technologiemetropole an der Isar galt die wieder entdeckte Partylaune als klares Zeichen, dass die Unternehmen endlich zuversichtlicher in die Zukunft blicken.

Doch dann wurde es ruhig, der Glaube an den Aufschwung begann zu schwinden. Bis jetzt. Nun, da die Feiertage vorbei sind, lässt sich endgültig Entwarnung geben. Alle Rezessionsängste waren verfrüht. Die hoffnungsvollen Zeichen sind nicht mehr zu leugnen, die sehnlichst erwartete Erholung der IT-Branche ist gekommen. Nicht nur, dass die High-Tech-Unternehmen zu Weihnachten statt billiger E-Mails wieder aufwendige Karten versandten. Einige Manager fingen sogar damit an, sich die Zeit für persönliche Widmungen zu nehmen. Doch das ist noch längst nicht alles. Die Finanzchefs öffneten die Kassen, um teure Kalender zu drucken.

Damit noch nicht genug: Auch die Botschaften der Kalender sind eindeutig. Beispiel Infineon: Der Münchener Halbleiter-Hersteller gibt voll Gas und zeigt jeden Monat einen Rennwagen. Und der Münchener Computerbauer Fujitsu Siemens startet ins neue Jahr mit einem Kalenderbild, auf dem zwei Bergsteiger im Hochgebirge einen steilen Grat erklimmen. Völlig ausgeschlossen, dass sie abstürzen.

Joachim Hofer
Joachim Hofer
Handelsblatt / Korrespondent München
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