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Die Heimkehr der Töchter

Die zarteste Versuchung seit dem Hype der Börsengänge, gewinnt in der IT- und Telekombranche an Fahrt: Die Rückintegration der börsennotierten Töchter in den Schoß der Konzerne.

France Télécom hat mit ihrer Internettochter Wanadoo den Anfang gemacht. Vergangene Woche holte sich nun die deutsche Softwareschmiede SAP die Systemhaustochter SAP SI zurück. Der spanische Telekom-Konzern Telefónica hatte im vorigen Jahr versucht, die Internentochter Terra Lycos wieder zu übernehmen, was lediglich zu drei Vierteln gelang. Aber auch für T-Online, die Internettochter der Deutschen Telekom, will man langfristig nicht die Hand nicht ins Feuer legen. Auch wenn solche Überlegungen erst einmal vom Tisch sind.

Die Gründe für den großen Appetit der Mütter sind schnell erzählt: Die Töchter sind derzeit billig zu haben. Vergleicht man deren aktuelle Bewertung mit den Emissionspreisen, notiert beispielsweise T-Online trotz Kursgewinnen im vergangen Jahr noch immer meilenweit unter den 27 Euro, die Anleger anfänglich für die Aktie bezahlt haben. Auch SAP muss für die Wiedereingliederung der Tochter trotz eines großzügigen Aufschlags von mehr als 30 % kaum mehr als den den Emissionspreis auf den Tisch legen.

Wie richtige Abzocke funktioniert macht dagegen die France Télécom vor. Sie will mit den knapp zwei Milliarden Euro Barreserven der Tochter die eigenen Finanzmittel stärken und anschließend Teile des Geschäfts wieder an die Börse bringen.

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