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Die nächste Gefahr für die Zeitungen

Die "Süddeutsche" streicht den NRW-Teil, die Wochenend-Beilage wird bald folgen; die "Frankfurter Rundschau" kämpft um eine Landesbürgschaft, und in Berlin droht ein Titel ganz zu verschwinden - dramatische Signale dafür, dass 2003 das eigentliche Krisenjahr der Printmedien wird.

Aber immer noch vertrauen viele Zeitungsmacher darauf, dass die Konjunktur bald wieder anspringt und die Krise überwunden wird. Eine trügerische Hoffnung, denn hinter der Konjunkturkrise lauert immer noch die Strukturkrise, und die nächste große Gefahr droht schon am Horizont. Selbst wenn die meisten Regionalzeitungen den weit gehenden Verlust des Rubrikengeschäfts mit Kleinanzeigen verkraften sollten, ist bis heute kein Printmedium für die Bedrohung gerüstet, die sich hinter dem Kürzel WLAN verbirgt.

"Wireless local area networks" bestimmen womöglich künftig die Mediennutzung. In einem mit WLAN vernetzten Haus kann man sich schon heute im Umkreis von 100 Metern drahtlos ins Internet einloggen und auf "Smart Displays" bequem vom Sessel oder Liegestuhl aus im Internet surfen und Informationen abrufen. Damit verschwindet das populäre Argument für die Zeitung, dass man einen Computer eben nicht aufs Klo oder an den Pool mitnehmen könne. Die mobile Zeitung aus dem Netz - mit WLAN könnte sie Wirklichkeit werden.

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