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Die Show bei Constantin

Die Constantin Film AG ist immer für Schlagzeilen gut. Der Kauf des Showproduzenten Kirch Media Entertainment erinnert an die vielen undurchsichtigen Geschäfte der Kirch-Zeit, in denen unkontrolliert Millionen flossen.

Die besten Geschichten schreibt das Leben und nicht das Kino, wie es bei einem Filmproduzenten eigentlich sein sollte. Doch die Constantin Film AG ist immer für Schlagzeilen gut. Nach einer spektakulären Übernahmeschlacht mit der Highlight AG im Frühjahr, sorgten die Münchener durch den Kauf des Showproduzenten Kirch Media Entertainment (KME) gestern für Aufsehen. Analysten schätzen die Übernahme positiv ein, der Preis von 4,5 Mill. Euro für 61 % der Anteile scheint angemessen.

Der Deal hat aber einen schalen Beigeschmack. Denn 30 % von KME gehören Fred Kogel, seit diesem Frühjahr Vorstandschef von Constantin und davor Geschäftsführer der insolventen Kirch Media. Kogel hat zwar seine Anteile nicht verkauft und damit selbst Interesse, dass sich KME künftig gut entwickelt. Und doch erinnert der Deal an die vielen undurchsichtigen Geschäfte der Kirch- Zeit, in denen unkontrolliert Millionen flossen. Kogel muss daher schnell beweisen, dass das Geschäft für alle Constantin-Aktionäre ein Gewinn war.

Joachim Hofer
Joachim Hofer
Handelsblatt / Korrespondent München
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