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Die Werkzeuge liegen bereit

Die von der Medienindustrie herbeigesehnte Novelle des Urheberrechts ist vom Bundestag verabschiedet worden. Der Blick wird wieder frei auf das Wesentliche - den Kunden.

Natürlich kann das Jammern noch weiter gehen. Es wird immer etwas zu verbessern geben. Aber wer auf die perfekte Welt warten will, bevor er mit seinen Inhalten ins Internet geht, der wird nie dort ankommen.

Längst ist es auch nicht mehr die Angst vor Raubkopierern oder fehlende Technik, die den Web-Verkauf behindert. Die Werkzeuge für digitales Rechtemanagement und Kopierschutz sind da. Viel öfter wird darum gestritten, wer denn am digitalen Reichtum welchen Anteil haben wird. Beispiel Musikindustrie: Eine oft angekündigte gemeinsame Online-Downloadplattform ist noch immer nicht gestartet. Technisch gibt es keine echten Probleme mehr. Aber alle Beteiligten - Autoren, Musiker, Künstler, Verwertungsgesellschaften und Musikunternehmen - wollen ihre Ertragsanteile aus der Zeit der Musik-CD halten oder gar verbessern. Darum wird heftig gestritten; und um die Rolle sowie den Anteil den Web-Zugangsanbieter und Payment-Unternehmen haben sollen. Denn sie sitzen nun mit am Tisch, weil das Digitalzeitalter auch die Wertschöpfungsketten verändert. Hier hilft kein Gesetz. Hier muss man sich einigen, neue Geschäftsmodelle finden, zum Wohl des Kunden - und des Geschäfts.

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
Handelsblatt / Korrespondent
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