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Digitales Handy-TV

Die Sorgenfalten der UMTS-Lizenzinhaber dürften noch tiefer werden, als sie ohnehin schon sind. Aus Japan kommt von NEC der erste Prototyp eines Handys, das terrestrisch ausgestrahltes Digital-TV per Antenne empfangen kann.

Das ist - im Prinzip - genau das, was derzeit in Berlin das alte analoge Dampf-Fernsehen mit der Hausantenne ablöst und schon Kabelbetreiber in Depressionen verfallen lässt. Warum, so die Frage, sollen Kids noch teure UMTS-Musikdienste abonnieren, wenn sie MTV umsonst auf dem Handy haben? Sollte nicht Video eine "Killerapplikation" für UMTS sein?

Grund zum Jubeln dürften also dann nur die Handybesitzer haben - bis die erste GEZ-Rechnung kommt. Denn die öffentlich-rechtlichen TV-Sender werden es sich kaum nehmen lassen, ihren Zwangs-Pay-TV-Beitrag (auch Rundfunkgebühr genannt) selbst für Handys einzufordern, wie sie es auch für PCs wollen. Ein Riesengeschäft.

Gebühren eintreiben war schon immer schöner, als um Kunden werben. So ist das eben. Einer gewinnt, einer verliert.

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
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