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Doppelschlag aus Dresden

Mit der Kraft der zwei Herzen schlägt der neue Opteron-Prozessor von AMD. In nur einem Plastikgehäuse werkeln in den jetzt im Probebetrieb vorgestellten neuen PC-Chips zwei, statt nur ein Prozessorkern vor sich hin.

Das bedeutet deutlich mehr Leistung für relativ geringes Geld. Denn die neuen Rechenknechte passen sogar in viele herkömmliche PC-Server - alter Chip raus, neuer rein. So haben wir uns das gewünscht, gerade in Zeiten, wo auch die Verantwortlichen in den IT-Abteilungen mehr auf die Kosten schauen müssen als je zuvor, wenn sie ihre Netzwerke oder Internet-Server aufrüsten wollen.

A propos Kosten: Wenn Mitte 2005 die ersten der Dual-Core-Prozessoren, wie die Chips genannt werden, ausgeliefert werden, werden die Versandkisten im so oft runter geredeten Hochlohnland Deutschland gepackt werden. Genau gesagt in der Fab 30 des amerikanischen Chipfertigers AMD in Dresden, und nicht in China oder Taiwan.

Das ist vielleicht aus deutscher Sicht sogar der beste Teil der ganzen Geschichte. Nicht, dass der Winzling AMD diesmal dem übermächtigen Erzrivalen Intel zuvorgekommen ist, der an einem vergleichbaren Produkt forscht. Sondern dass erneut bewiesen werden konnte, dass wir hier immer noch in der technologischen Top-Liga mitspielen können, wenn wir wollen. Und zwar nicht nur bei der Forschung, sondern auch als Produktionsstandort.

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
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