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Doppelter Elfmeter

Wettbewerber der Deutschen Telekom haben von dem Exmonopolisten mehr als 1,5 Millionen Teilnehmeranschlussleitungen (TAL) gemietet, um ihren Kunden Komplettangebote aus Telefon- und schnellen Internetanschlüssen sowie Gesprächsverbindungen zu machen.

Falls ein Kunde seinen Anschluss bei einem alternativen Carrier kündigt, muss der Netzbetreiber sich nicht nur wegen dieses Verlustes grämen. Er hat zudem auch noch ein Kündigungsentgelt an die Telekom zu entrichten - weil die den Kündiger auf einen anderen Netzbetreiber umschalten muss. Die Regulierungsbehörde hat inzwischen verfügt, dass dieses Kündigungsentgelt um 36 Prozent auf 19,95 Euro sinkt, wenn der Endkunde mit der Kündigung zu einem anderen Festnetzbetreiber wechselt. Diese Entscheidung wird zur Intensivierung des Wettbewerbs bei Festnetzanschlüssen beitragen.

Unverständlich ist allerdings, warum die Telekom von einem Wettbewerber auch dann ein TAL-Kündigungsentgelt erheben darf, wenn dessen Kunde von der T-Com (zurück-)gewonnen wird. Auf den Fußball übertragen entspricht das einer Regel, nach der einem erfolgreichen Elfmeterschützen gleich noch ein Strafstoß zugesprochen wird. Der Regulierer hat wohl wegen der in den vergangenen Jahren so mäßigen Leistungen der deutschen Nationalkicker lange kein Spiel mehr gesehen - sonst wüsste er, dass es eine solche Regel im Fußball nicht gibt. Daran sollte sich er sich ein Beispiel nehmen.

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