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Eine Frage des Mehrwertes

Nach den Plänen von Kabel Deutschland (KDG) soll es künftig keinen pauschalen Anschluss an das Kabelnetz mehr geben, sondern nur noch preislich gestaffelte Paketangebote, wie sie in den USA üblich sind. Selbst Privatsender wie Sat1 und RTL könnten dann gesondert kostenpflichtig werden.

Klar, neue Erlösmodelle sollen zusätzliches Geld bringen. Doch kann allein durch die Aufteilung in "Basic, Standard und Premium Cable" hier funktionieren, was in den USA gang und gäbe ist? Nein, denn dort erhalten die Fernsehanbieter einen Anteil an den Kabelerlösen und zahlen nicht wie hier für die Distribution. Kein Wunder, dass private wie öffentliche Sender in Deutschland das KDG-Geschäftsmodell ablehnen.

In den USA gibt es zudem auch keine echte Ausweichmöglichkeit auf kostenlose Satellitenübertragung, da die meisten Sender nur verschlüsselt übertragen werden. Außerdem haben wir ein weltweit einmaliges Free-TV Angebot - das fördert nicht unbedingt die Akzeptanz von Bezahldiensten. KDG muss daher einen deutlich erkennbaren Nutzen für die Kunden bieten. Das könnte heißen: eine elektronisch, intuitiv bedienbare Programmzeitschrift, individuell abrufbare Filme oder interaktive Anwendungen wie Infodienste, Chatting, E-Learning und Spiele.

Marktmacht hilft nur dann, wenn daraus kreative Konzepte, deren Mehrwert der Kunde auch versteht, entstehen.

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