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Ende ohne Schrecken

Rund sechs Wochen vor dem Start ist die deutsche Messe "Internet World" wegen mangelnden Interesses der Aussteller abgesagt worden. Bitter ist das eigentlich nur für den Messestandort Berlin.

Ansonsten dürfte kaum jemand das in den vergangen Jahren stetig spärlichere Treiben unter dem Funkturm vermissen. Drängten sich zu den Hochzeiten der New Economy noch Tausende hoffnungsfroher, junger Menschen zwischen grellen Ständen, litt die Messe seit langem unter der Sklerose der Startup-Firmen sowie dem erlahmenden Interesse der Risikokapitalgeber. Die Internettechnologie ist heute zentraler Bestandteil der gesamten IT, und wichtige Neuheiten sind auf der nur wenige Wochen vorher stattfindenden IT-Leitmesse Cebit in Hannover zu sehen.

Ob die geplante Zusammenlegung der Internet World mit der Münchner IT Systems-Messe im Herbst das Ende der Internet World verhindern kann, darf bezweifelt werden. Denn auch die Systems kämpft gegen Besucherschwund und abnehmende Bereitschaft der Unternehmen, Geld und Zeit in eine weitere IT-Messe zu investieren. Anstatt die Leiden der Internet World unnötig zu verlängern, sollte man sie in Frieden sterben lassen. Es wäre ein Ende ohne Schrecken. Und die Berliner können sich mit der Internationalen Funkausstellung trösten, auf der das Internet eine immer wichtigere Rolle spielen wird.

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