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Etwas gemogelt

Mobilfunknutzer sind ja daran gewöhnt: Neue Dienste kommen meist später als angekündigt auf den Markt. Derzeit ist es der Mobilfunkbetreiber Orange, der dieses Prinzip bestätigt.

Das Unternehmen wollte eigentlich vor etwa einem Vierteljahr einen neuen Dienst anbieten, der das Mobiltelefon zum Walkie-Talkie macht. Push-to-talk (PTT) heißt das im Branchenjargon. Damit können Kunden schneller als bisher eine Handyverbindung aufbauen und nicht nur mit einem Gesprächspartner, sondern mit einer Gruppe von Leuten parallel telefonieren. Orange startet jetzt erst mit diesem Service - zunächst in Großbritannien, Frankreich soll folgen. Trotz der Verspätung ist Orange der erste Mobilfunker in Europa, der diesen in den USA populären Dienst anbietet.

Auch der deutsche Dienstleister Mobilcom hat wohl mit diesem Attribut geliebäugelt, als das Unternehmen Mitte August einen PTT-Test startete. Doch nach ersten Erfahrungen kann ohnehin von einem PTT-Dienst, der den Namen verdient, nicht gesprochen werden. Die Tester berichten, dass die Sprachnachrichten erst aufgezeichnet werden und dann mit einer Verzögerung von bis zu zehn Sekunden beim Gesprächspartner ankommen. Das echte PTT funktioniert aber mit minimaler Verzögerung. Das macht schließlich auch den Reiz dieses Services aus. Es ist daher wohl eher eine kleine Mogelpackung, was in Deutschland unter dem Begriff PTT geplant ist.

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