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From Discs To Downloads

LP und Compact-Cassette verstauben in den Kellern. Aber auch CD , VHS-Cassette und DVD wird bald Technik von gestern sein, klären die Marktforscher Forrester Research auf. Das neue Schlagwort heißt: From Discs To Downloads.

Die altehrwürdige Langspielplatten-Sammlung (LP) verstaubt bereits auf dem Speicher. Die in diesen Tagen 40 Jahre alt gewordene Compact-Cassette haben wir inzwischen ebenfalls ausgelagert, weil schon längst durch die beschreibbare Compact Disc (CD) ersetzt. Zur Zeit mustern wir die VHS-Casstette aus und ersetzen sie durch die wiederbeschreibbare Digital Versatile Disc (DVD) - mit ihren leider noch unterschiedlichen Standards.

Aber auch das ist schon recht bald wieder Technik von Gestern, klären die Marktforscher von Forrester Research auf: "CD und DVD werden ebenfalls den Weg der LP gehen." Das Ende der "physical media" nähere sich nämlich mit großen Schritten. Musik und Filme müssen nicht erst auf irgendeiner Materie gepresst werden, damit man sie verkaufen kann. Musik und Filme lassen sich doch einfach von irgendeinem Anbieter via Kabel beziehen, und zwar genau dann, wenn man das Bedürfnis spürt, einen bestimmten Film zu sehen oder eine gerade verlangte Musik zu hören. Das Schlagwort: From Discs To Downloads.

In fünf Jahren, so wagen die Forrester-Analysten eine Vorhersage, wird ein Drittel der Musik durch Downloads bezogen. Und auch der Abruf von Filmen von einem fernen Rechner wird dann gängige Praxis ein.

Warum sich da jetzt also von den Werbesprüchen der Unterhaltungsindustrie hinreißen lassen, einen teuren DVD-Player oder-Rekorder kaufen und sich die Wohnzimmerregale mit weiteren Disks vollstellen, wenn dann doch in absehbarer Zeit alles - und dann wirklich das komplette Repertoire der Musik- und Filmindustrie - online abrufen lässt. Da wird dann selbst der eifrigste Sammler, der derzeit noch sehr viel Geld für CD und DVD ausgibt, mit seinem auf mehrere Regalmeter angehäuften Musik- und Video-Bestand in keinster Weise mehr mithalten können.

Die Musik-Zunft wird sich also verändern müssen - und zwar von einer Industrie, die nicht müde wird, ihre Urheberrechte einzuklagen, zu einer Branche, die Dienste anbietet. Allein in den nächsten neun Monaten werden nicht weniger als zehn Anbieter Musik für Windows-Rechner im Internet anbieten. Der Online-Verkauf von Musik werde zu einer kontinuierlich sprudelnden Online-Geldquelle werden. Die Filmindustrie werde anschließend von den gemachten Erfahrungen der Musiker profitieren und mit einer Verzögerung von etwa drei Jahren den gleichen Weg einschlagen.

Forrester rät: Sowohl die Musik- als auch die Filmindustrie müssen ein Internet-Vertriebsnetz aufbauen. Dann werde mit dem Versand von Filmen auf Bedarf sich im Jahr 2005 ein Umsatz von 1,4 Mrd. Dollar erzielen lassen: "Die Vorstandsleute der Unterhaltungsindustrie verstehen allmählich, dass sie neue Dienste anbieten müssen, für die die Verbraucher zu zahlen bereit sind." Die Konsumenten seien es einfach leid, hohe Preise für CD und DVD zu zahlen." Schnelle Internet-Verbindungen und preiswerte Speicher ermöglichen bereits jetzt schon die wesentlich kostengünstigere Einrichtung der digitalen Unterhaltung zuhause.

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