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Für eine fünfte Säule

In diesen Tagen hört man oft, wie Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke seine vier Geschäftssäulen T-Com, T-Mobile, T-Online und T-Systems reorganisieren sollte. Meist wird für eine Neugliederung in Groß-, Geschäfts- und Privatkundendivisionen plädiert.

Im Extremfall würden sogar alle T-Online-Aktien zurückgekauft und die Tochter würde in einer Privatkundeneinheit verschwinden. Eine solche Restrukturierung würde aber die Wettbewerbsfähigkeit der Telekom nachhaltig verschlechtern. Schon vor Jahren haben Konzerne wie AT & T oder BT erfahren, dass die Organisation nach Kunden in der Telekommunikation nicht funktioniert. Es fehlt einfach der interne Wettbewerb.

Deshalb sollte Ricke, wenn er keine der vier Säulen verkaufen will, die bisherige Konzernstruktur mit ihrem produktorientierten Zuschnitt beibehalten. Allerdings mit einer fundamentalen Änderung: Aufbau und Betrieb der stationären Zugangs- und Transportnetze sollten ausgegliedert werden. Dann könnte Ricke seine vier übrigen Säulen zu erfolgreichen Vermarktungsmaschinen machen: Sie dürften dann Netzleistungen von den Zulieferern kaufen, die ihnen die besten Angebote machen.

Das würde nicht nur für frischem Wind innerhalb der Telekom sorgen und viele Streitereien mit dem Regulierer vermeiden. Auch für alternative Carrier würden sich ganz neue Wettbewerbsoptionen bei der Beschaffung von Vorprodukten eröffnen. Den Endkunden in Deutschland kann dies nur recht sein.

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