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Genfer Kontraste

Goldgräberstimmung und einen ähnlichen Ansturm von Unternehmen wie zu den Boomzeiten der Telekombranche hat in diesem Jahr keiner erwartet bei der Fachmesse ITU Telecom World in Genf.

Zugegeben: Goldgräberstimmung und einen ähnlichen Ansturm von Unternehmen wie zu den Boomzeiten der Telekombranche hat in diesem Jahr keiner erwartet bei der Fachmesse ITU Telecom World in Genf, die am Wochenende zu Ende ging. Aber dass es ein solches Kontrastprogramm werden würde, wohl auch nicht. Viele Unternehmen, darunter Motorola und Alcatel, haben sich einen Stand gespart - dabei sind die Messehallen erst vor wenigen Jahren auf den Wunsch der ITU erweitert worden. Entsprechend großzügig fiel deshalb diesmal auch der Platz für Ruhezonen, Pflanzenkübel und Aschenbecher aus. Das hält die Organisatoren aber nicht davon ab, die Messe künftig häufiger stattfinden zu lassen: nicht mehr alle vier, sondern alle drei Jahre.

Die Pläne stoßen nicht auf Gegenliebe. "Für vollere Hallen wird das auf keinen Fall sorgen, wenn die Preise in Genf so bleiben", hieß es allenthalben. Denn Hotelzimmer für mehr als 450 Euro pro Übernachtung waren keine Seltenheit, ebenso wie Mindestpreise von 30 Franken für kurze Taxifahrten, die laut Taxameter die Hälfte gekostet hätten. Überhaupt stellt sich die Frage: Wozu braucht man eine solche Messe alle drei Jahre, wo sich die Großen der Branchen jährlich auf der Cebit in Hannover und der 3 GSM World in Cannes treffen. Etliche Unternehmen sind dem Konsolidierungsprozess in der Telekombranche zum Opfer gefallen - vielleicht wird es ja auch langsam Zeit für eine Konsolidierung der Messen.

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