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Heißt größer auch besser?

Es raschelt gehörig auf dem Zeitungsmarkt: Nicht genug, dass die Leser immer häufiger von Sparplänen aus ehrwürdigen Zeitungsverlagen Notiz nehmen müssen, weil die Ertragslage mancher Häuser katastrophal ist.

Es raschelt gehörig auf dem Zeitungsmarkt: Nicht genug, dass die Leser immer häufiger von Sparplänen aus ehrwürdigen Zeitungsverlagen Notiz nehmen müssen, weil die Ertragslage mancher Häuser katastrophal ist. Auch die Vielfalt unter den Verlagen wird Schritt für Schritt geringer. Die zehn größten deutschen Verlagsgruppen haben inzwischen gemessen an der Auflage einen Marktanteil von 56,3 %, meldet das Fachmagazin Media Perspektiven. Vor zwei Jahren lag der Marktanteil noch bei 55,9 %.

Dass die Großen immer mehr der insgesamt verkauften Zeitungen liefern, ist kein Novum. Doch das Tempo der Konzentration auf dem Markt der Meinungen und Information hat sich beschleunigt. Größter Aufsteiger vom siebten auf den fünften Rang ist die Verlagsgruppe Ippen ("Münchner Merkur", "tz"), die in den letzten Jahren kräftig zugekauft hat. Die anhaltende Werbekrise macht so manchen marode und schafft günstige Kaufoptionen. Doch auch der hohe Kapitaleinsatz vieler Verlage in Multimedia-Geschäfte und teure Überkapazitäten bei verlagseigenen Druckereien führten einige Häuser in Probleme, meint der Medienforscher Horst Röper. Ökonomisch heilsam scheint die fortlaufende Konzentration auf jeden Fall. Allerdings müssen auch die Verlage, die sich groß gekauft haben, erst beweisen, dass sie die Krisen besser meistern können.

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