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Hurra, die Smart-Card!

Da sage noch einer, die Schwaben seien kein innovatives Völkchen: Ausgerechnet die Daimler-Chrysler Bank, sonst eher um die Besitzer großer Limousinen bemüht, hat nun erstmals eine Kreditkarte miniaturisiert.

Im Blick haben die Stuttgarter dabei die "lifestyleorientierten Konsumenten", die hinter den Steuerrädern ihrer Kleinstwagenreihe Smart klemmen. Die können ihrem Hang zum Ultrakompakten ab sofort auch beim Bezahlen fröhnen.

Mit Hilfe des französischen IT-Berater Atos Origin gelang es innerhalb von drei Monaten, eine herkömmliche Visakarte auf ein Format von 6,5 auf vier Zentimeter zu schrumpfen. Damit war die "Smart-Card" geboren. Die Neue ist zwei Zentimeter kürzer als eine herkömmliche Kreditkarte, aber dafür ist sie auch nur für den kleinen Einkauf zwischendurch gedacht. Statt im Geldbeutel soll die Mini-Visa nämlich als Accessoire am Schlüsselbund baumeln. "Spart den Griff in die Geldbörse", wie der Hersteller verspricht. Doch im Kartenfach des Geldbeutels hätte sie ohnehin keinen Platz gehabt. Dort steckt nämlich der große Bruder.

Warum die Bank ihren Kunden zusätzlich eine Karte ganz normaler Größe mit auf den Weg gibt ist schnell erzählt: Mit der "Kleinen" lässt sich zwar an Kassen mit Durchziehlesern bezahlen, doch an Geldautomaten funktioniert sie genauso wenig wie an Kartenlesern mit Stecksystemen, die bei vielen Tankstellen üblich sind. Doch das dürfte nicht der einzige Grund sein, warum der "Kleinen" wohl keine große Zukunft bevorsteht.

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