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Im Geiste Springers

Axel Cäsar Springer hätte seine Freude daran gehabt: Im Herzen von Berlin mit einem prächtigen Neubau Flagge zu zeigen. Mit viel Polit-Prominenz – wie es sich für den „Bild“-Konzern gehört – wurde die 175 Mill. Euro teure Passage zu Füßen des Springer-Hochhauses eröffnet.

Axel Cäsar Springer hätte seine Freude daran gehabt: Im Herzen von Berlin mit einem prächtigen Neubau Flagge zu zeigen. Mit viel Polit-Prominenz - wie es sich für den "Bild"-Konzern gehört - wurde die 175 Mill. Euro teure Passage zu Füßen des Springer-Hochhauses eröffnet. "Berlin braucht uns, als Kraftwerk der Kreativität, und wir bauen Berlin, als Kapitale der Kreativen", beschwört Konzernchef Döpfner das besondere Verhältnis zur Hauptstadt.

Schon 1959 hatte Unternehmensgründer Springer mit der Grundsteinlegung für das Verlagshaus - damals direkt an der deutsch-deutschen Grenze - ein Bekenntnis zu Berlin abgelegt. Im Geiste Axel Springers ist es aber auch, Geist und Geld miteinander zu verbinden. Döpfner kümmerte sich daher persönlich darum, dass beim Bau der 66 000 Quadratmeter großen Passage jeder Euro zweimal umgedreht wird: Billiger Klinker statt teurer Granit. Doch das sind nur Petitessen. Schließlich geht es darum, mit der endgültigen Konzentration auf Berlin dauerhaft viele Millionen zu sparen. Die neue Strategie scheint bereits Früchte zu tragen. Das Ergebnis soll 2003 nicht schlecht ausfallen. Bestimmt hätte Axel Cäsar daran seine Freude gehabt.

Hans-Peter Siebenhaar ist Handelsblatt-Korrespondent in Wien und ist Autor der Kolumne „Medienkommissar“.
Hans-Peter Siebenhaar
Handelsblatt / Korrespondent für Österreich und Südosteuropa
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