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In der S-Kurve

Bei den Beobachtern der deutschen Mobilfunkszene herrscht Katzenjammer. Obwohl UMTS-Dienste hier nun schon fast ein Jahr lang vermarktet werden, gibt es nur wenige Tausend Pioniere, auch "Early Adopter" genannt, die mit UMTS-Datenkarten mobil surfen.

Von einem Massenmarkt kann keine Rede sein. Den ersten Pessimisten genügen diese Kundenzahlen schon, um die Mobilfunknetze der dritten Generation als Mega-Flop abzustempeln. Ein Blick in die Mobilfunkhistorie zeigt jedoch: Es ist nicht ausgemacht, dass die Schwarzseher Recht behalten. Auch die Ausbreitung der zweiten Mobilfunkgeneration war durch eine S-förmige Entwicklung im Zeitablauf gekennzeichnet. Nachdem im Sommer 1992 die "DBP Telekom" und "Mannesmann Mobilfunk" begonnen hatten, den Deutschen mobiles Telefonieren anzubieten, dauerte es mehr als vier Jahre bis gerade mal fünf Millionen Mobilfunkanschlüsse abgesetzt waren. Erst nach sieben Jahren explodierte die Zahl der GSM-Anschlüsse.

Bis Ende 2004, also mehr als ein Dutzend Jahre, mussten wir warten, um einen Anstieg der Mobilfunkanschlusszahl auf über 70 Millionen und einen Umsatzanteil von knapp 20 Prozent bei mobilen Datendiensten zu erleben. Die Schlussfolgerung ist klar. Auch bei UMTS ist vor 2007 nicht mit nennenswerten Kundenzahlen und Umsätzen zu rechnen. Eine Explosion der Anschlusszahlen ist erst nach 2010 zu erwarten. Das UMTS-Geschäft also Spieler mit den Qualitäten eines Marathonläufers.

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