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Intelligentere Preise

Die Deutsche Telekom ist dazu verpflichtet, ihre Kunden auch über andere Carrier im Festnetz telefonieren zu lassen. Der Gesetzgeber hat dem Ex-Monopolisten diese Last auferlegt, um rasch Wettbewerb bei Festnetzverbindungen herbeizuführen.

Aus Sicht der Telekom ist dies eine ärgerliche Verpflichtung, hat sie doch dazu geführt, dass hier zu Lande der Anteil der von Konkurrenten abgewickelten Verbindungsminuten von 28 Prozent im Jahr 2000 auf 46 Prozent in diesem Jahr gestiegen ist. Um diesem Trend gegenzuwirken, vermarktet der Ex-Monopolist seit kurzem ein analoges und ein digitales Telefon zu relativ niedrigen Preisen.

Doch das Preiswert-Angebot hat einen Haken - die Apparate wählen vor jeder Verbindung die Netzkennzahl der Telekom, machen also Call-by-Call und Preselection unmöglich. Die Telekom unterläuft so die Absicht des Gesetzgebers, freie Netzbetreiberauswahl zu ermöglichen. Das Vorgehen zeugt nicht gerade von Vertrauen in die eigene Konkurrenzfähigkeit. Statt mit Tricks Verbindungen im eigenen Netz zu halten, sollte die Telekom intelligentere Preisstrategien umsetzen. Wettbewerber machen zum Beispiel mit niedrigen Pauschalpreisen in Nebenzeiten vor, wie es geht. Solche Angebote drücken zwar die hohen Verbindungsmargen der T-Com, erhöhen aber die Verkehrsmengen im Netz. Und im Gegensatz zum Verkauf "trickreicher Endgeräte" verpassen sie dem Marktführer auch keinen Image-Schaden.

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