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Internationaler Standort?

In Deutschland haben einfache Jobs längst keine Chance mehr, weil sie zu teuer wurden. Jetzt stellt sich zusätzlich die Frage, wie sicher qualifizierte Arbeitsplätze noch sind?

International tätige Unternehmen, auch aus der IT-Branche, überlegen es sich heute zweimal, ob sie in Deutschland investieren. Die arbeitsrechtlichen Fesseln und die Abgabenbelastungen schrecken die Investoren ab. Niemand fordert frühkapitalistische Arbeitsverhältnisse. Aber komplizierte Teilzeitgesetze, Arbeitsbefristungs- und Kündigungsregeln sowie ein veraltetes, lähmendes Betriebsverfassungsgesetz vermitteln internationalen Unternehmern kaum eine Perspektive, schon gar nicht in den schnellen Technologiesektoren. Weil das deutsche Arbeitsrecht es erheblich erschwert, einen Arbeitsplatz zu streichen oder zu verlagern, entscheiden sich viele internationale Unternehmen wegen der absehbaren Belastungen gleich gegen Deutschland.

Qualifizierte IT-Arbeitsplätze mit lokalem Bezug wird es in Deutschland weiterhin geben, aber gefährdet sind Arbeitsplätze mit internationalem Profil. Denn viele Arbeiten können auch an anderen Standorten ausgeübt werden, an denen die Bedingungen sowohl für den Investor wie auch für den Arbeitsplatzinhaber inzwischendeutlich günstiger sind als in Deutschland. Dabei geht es gar nicht um exotische Länder, sondern um Staaten wie die Schweiz, Finnland, die Niederlande, Großbritannien und Irland. Wenn diese qualifizierten Jobs abwandern, verliert das Exportland Deutschland internationale Kompetenz, auf die es dringend angewiesen ist. Hinweise auf diese kritische Entwicklung dürfen nicht als Standortschelte abgetan werden. Die Verantwortlichen wissen, wo sie Reformen einleiten müssen. Sie müssen jetzt handeln, schnell!

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