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Internet für Alle

Der digitalen Wirtschaft scheinen die Ideen auszugehen - mehr, als sich gegenseitig zu kopieren, fällt großen Marktteilnehmern derzeit offenbar nicht ein.

Beispiel Musikdownloads: Die Plattform Napster hatte vorgemacht, wie das Geschäft funktioniert, und prompt imitierte der Hardware-Produzent Apple das Modell mit seinen I-Tunes. Wenige Monate später bestückten auch T-Online, Sony und AOL die virtuellen CD-Regale.

Beispiel E-Commerce: Ebay ist eine der beliebtesten Marken in Deutschland. Das Portal Yahoo hat im Frühjahr die Plattform für Produktsuchen Kelkoo gekauft, und schon imitiert Google das Modell mit seiner neuen Suchmaschine Froogle und selbst Fernsehsender und Verlage wie DuMont Schauberg in Köln versuchen sich mit der Produktvermarktung im Internet.

Beispiel Breitbandzugang: Dienstleister wie Freenet, AOL und United Internet machen sich untereinander und dem Platzhirschen T-Online mit kostenlosen DSL-Modems und Niedrig-Abo- Preisen Konkurrenz.

Auf mittlere Sicht ist die Me-too-Welle im Internet gut für alle. Auf Grund der harten Konkurrenz sinken die Verbraucherpreise; durch die Fülle der Angebote steigt die Auswahl. Die Nutzung von Internet-Diensten wird selbstverständlich.

Auch die Unternehmen können nur gewinnen. Die Märkte für Web-Dienstleistungen wachsen. Angebote wie Musikdownloads oder E-Commerce- Plattformen sind ein Zusatzgeschäft, das mit geringen Kosten verbunden ist. Die Bereitstellung von DSL-Anschlüssen bringt zudem hohe zweistellige Margen - zumindest so lange, bis die Märkte gesättigt sind. Dann müssen die Unternehmen wohl doch wieder selber denken. Wie gut, dass sie dafür noch ein wenig Zeit haben.

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