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Kampf dem Missbrauch

In Deutschland verschicken Mobilfunkkunden jeden Monat mehr als 1,6 Milliarden Textnachrichten (SMS). Diese Begeisterung nutzen „findige“ Anbieter so genannter Premium-SMS. Netzbetreiber und Handyhersteller sollten es leicht machen, die Anwahl von teuren Premiumdiensten generell zu sperren.

In Deutschland verschicken Mobilfunkkunden jeden Monat mehr als 1,6 Milliarden Textnachrichten (SMS). Diese Begeisterung nutzen "findige" Anbieter so genannter Premium-SMS. Gegen oft mehr als einen Euro Gebühr kann der Handybesitzer in Kontakt mit beziehungssuchenden Artgenossen treten oder Informationen, Icons und Klingeltöne abrufen - über fünfstellige Kurzwahlen, die eigentlich für netzinterne Verbindungen gedacht waren.

Seit August sind die Anbieter nun verpflichtet, dem Kunden vor einem Diensteabruf den Preis anzusagen. Dies ist ein guter Schritt zu besserem Verbraucherschutz, reicht jedoch nicht aus. Der Gesetzgeber sollte durch drei Ergänzungen unseriösen Anbietern das Geschäft erschweren. Erstens muss der Kunde vor dem Abruf eine Preismeldung auf sein Handy bekommen. Zweitens muss ein Höchstbetrag pro SMS oder Verbindungsminute zu Mehrwertdiensten vorgegeben werden. Drittens dürfen sie nur über spezielle Nummern erreichbar sein, damit ein Kunde sofort erkennt, ob er einen teuren Dienst nutzt. Netzbetreiber und Handyhersteller sollten es zudem leicht machen, die Anwahl von Premiumdiensten generell zu sperren. Denn Vertrauen in die Fairness mobiler Mehrwertdienste ist unverzichtbar, um ihnen auch längerfristig Marktchancen zu sichern.

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