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Kampf gegen den Pinguin

Microsoft macht mobil gegen das lizenzfreie Betriebssystem Linux. Auf einer eigens eingerichteten Webseite informiert der Softwareriese aus Redmond darüber, welche Vorteile die eigenen Programme gegenüber der Konkurrenz mit dem Pinguin als Logo haben.

"Get the facts" ist die Kampagne überschrieben, die parallel in den nächsten Monaten auch in einigen US-Magazinen publiziert werden soll. Sie zeigt, welche Bedeutung Microsoft der Open-Source-Bewegung beimisst. Microsoft Deutschland hat sich deshalb vom Münsteraner Institute of Computational Economics (MICE) sogar den eigenen volkswirtschaftlichen Nutzen bescheinigen lassen. Das Resultat: Im Vergleich zum Microsoft-Modell sind Open-Source-Ansätze volkswirtschaftlich "weder effizient noch effektiv".

Nun ist die Aussagekraft solcher Studien begrenzt, fußt doch der Erfolg des ganzen Microsoft-Systems vor allem auf der monopolistischen Verbreitung der Produkte. Gleichzeitig bieten etwa IBM oder Hewlett-Packard mit den Erlösen aus dem Linux-Geschäft zahlreichen Mitarbeitern eine Existenz und leisten damit durchaus einen volkswirtschaftlichen Beitrag. Vielleicht werden aber auch nur die falschen Fragen gestellt. Je weiter sich Linux verbreitet, desto stärker werden sich auch hier Lizenzmodelle durchsetzen. Damit dürfte sich die Diskussion um Open-Source oder nicht auf Dauer sowieso erledigen.

Jens Koenen leitet das Büro Unternehmen & Märkte in Frankfurt.
Jens Koenen
Handelsblatt / Leiter Büro Frankfurt
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